Wenn Sie über die neuesten Termine und Updates auf dem Laufenden bleiben wollen, melden Sie sich hier für den Newsletter an:
Abonnieren
Wir werden unterstützt von:
  • Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen
  • Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
  • Röhn-Rennsteig Sparkasse
  • Kulturstiftung des Freistaates Thüringen
  • Autohaus Ehrhardt AG
  • Freies Wort
  • Lotto Thüringen
  • Thüringer Kultusministerium
© 2012 Provinzkultur e.V.

Provinzschrei 2011 - das Programm

02.09.2011 - 19:30
Aula der Volkshochschule Suhl

DaDa-Dinner mit Michael Gerlinger

DaDa-Dinner mit Michael Gerlinger 
„Wir sagen ‚Dada is Muss‘, aber wir schreiben Dada is Mus‘ …“ (Friedhelm Kändler)
DaDa-Dinner mit Michael Gerlinger (vocal) und Stefan Groß (music)
 

Das Dadalyripipidon

 

Den Dadalyden lotselt Pipikotzmos,
Die Pipiratten späheln nach dem Dadalon.
Sieh! Da & Pi, Dapi, Pida, Pidadapi.
Auch der Mestrieze Dapidapi frosig bahreln.
Zuvörderst darfst dem Daad du fröhnen,
Junger Pipi (so pipida und dapipi dada).
Dem Dadaphon entströmeln sanfte Jamben.
Wer könnte - ohne Dadanent des Pipidroms zu sein.
Darob: Das Ganze stillgestanden (Mittelding),
Datater: dat!
Sprecht Dadamuden.
Der Laubfrosch säugelt euch mit Pipxin?
Der du die Dha von Daad stets peinlich weißt zu scheiteln,
Auf, Auf, an's Dadapult, sag's nicht dem Gnömmel-Bömmel.
Gewissenlose Pipidranten flöteln,
Zumal Fritz Friedrich Sunlight (v. Sonderscheunochzagen),
Die mistverpichten Präpipister töteln.
Deromaleinst Milliarden Dadaisten ragen. (Wieland Herzfelde im 1. Weltkrieg)

 

Man darf gespannt sein, wie sich Michael Gerlinger, das enfant terrible der Schauspielerszene und mittlerweile Stammgast beim Provinzschrei, sich dem Thema widmet. Schließlich stellte der Dadaismus in seiner Hochphase während des Ersten- und vor dem Zweiten Weltkrieg die gesamte bisherige Kunst in Frage, indem er ihre Abstraktion und Schönheit beispielsweise durch satirische Überspitzung zu reinen Unsinnsansammlungen machte. Dada zerstörte die unterschiedlichen und nebeneinander einher laufenden Ausdrucksweisen der Künste und führte verschiedene künstlerische Disziplinen zusammen. Tanz, Literatur, Musik, Kabarett, Rezitation, Bildende Kunst – alles wurde miteinander und ineinander vermischt und die Anarchie der Kunst rollte über den Erdball.

 

Michael Gerlinger dürfte diese Aufgabe spielend meistern, denn als Schauspieler, Sänger, Entertainer, Conférencier, Moderator und unbequemer Zeitgeist in Einem lässt er sich sowieso nicht einengen. Dies hat er bereits bei seinen legendären „Late-Night-Shows“ in Meiningen und Suhl bewiesen, als es ihm scheinbar mühelos gelang, mit Hilfe unterschiedlichster Kunstgenres gleichsam über Kommunalpolitik, die lokale Prominenz- und Künstlerszene bis hin zur globalen Weltgeschichte herzuziehen und links und rechts auszuteilen, was das Zeug hergab. Gerlinger passt eben in keine Schublade.

Michael Gerlinger wurde 1967 in Konstanz am Bodensee geboren. Nach vielen Jahren als Schauspieler mit Engagements u.a. am Thalia Theater, Kampnagel, Altonaer Theater, Theater N.N. oder dem Schauspielhaus in Hamburg oder dem Meininger Theater lebt und arbeitet er heute in Potsdam.

 

Zum DaDa-Dinner wird er erneut vom Meininger Theatergitarristen Stefan Groß begleitet, dem es immer wieder gelingt, sich perfekt auf Gerlingers Anarchokonzepte einzustellen.

www.michael-gerlinger.de

03.09.2011 - 20:00
Stadttheater Hildburghausen

Landolf Scherzer liest aus: "Letzte Helden"

Landolf Scherzer liest aus:  
Buchlesung, Gespräch und Hörbuchaufführung. Landolf Scherzer liest aus „Letzte Helden" im Anschluss Hörbuchaufführung „Zwei Versuche, mich Tschernobyl zu nähern“
 

Den südthüringer Schriftsteller Landolf Scherzer zeichnet neben der journalistischen Gabe der genauen Beobachtung scheinbar unsichtbarer Vorgänge und Ereignisse ein fast schon seismografischer Gerechtigkeitssinn aus, der ihn antreibt wie ein Motor ein Getriebe antreibt, und der ihn – liest man seine Texte – auch nicht in Ruhe lässt. Scherzer will nicht unterhalten! Er will aufrütteln, will Themen in die Öffentlichkeit heben, die brisant und unbequem sind. Er sagt, was er denkt, und er schreibt, was er sieht und hört und manchmal auch fühlt! Er ist immer geradeaus und gerade heraus! Das kann weh tun, ist jedoch immer die Wahrheit, und zwar jene Wahrheit, die Landolf Scherzer für sich definiert. Und diese Wahrheit teilt er mit, verkündet er und breitet sie aus, wie einen gedankenschweren Teppich aus Erlebnissen und Eindrücken unter dem man sich verstecken und ersticken, oder den man ausklopfen kann, bis all der Dreck und Schmutz heraus geschüttelt sind. All der neumodische Zeitgeist, der vergängliche Kokolores, all die blassen Attitüden extrovertierter Selbstdarstellung, die nichtssagenden Unterhaltungsallüren und emotionslosen Konsuminszenierungen sind sein Ding nicht. Landolf Scherzer verstellt sich nicht und passt sich nicht an. Und so wird denn auch die Premiere des Provinzschreis im Stadttheater Hildburghausen sicherlich kleine gewöhnliche Lesung werden.

Im Anschluss an die Lesung gibt es ein kurzes Gespräch mit dem Autor. Danach wird im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Hörspielnächte – Thüringen lauscht“ des Provinzkultur e.V. eine öffentliche Uraufführung des von Landolf Scherzer eingesprochenen Hörbuchs „Zwei Versuche, mich Tschernobyl zu nähern“ gespielt.

 

Das Buch: Letzte Helden

Mit drei Reportagen beweist Scherzer erneut sein Gespür für brisante Themen: Er reiste in die Region von Tschernobyl, erfuhr in einer »Tafel« für Bedürftige, wie rasch man im Kreislauf von Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung landet, und er spürte zwanzig Jahre nach der Wende einstige »Helden der Arbeit« auf.

 

Der Autor:

Landolf Scherzer studierte von 1962 bis 1965 in Leipzig unter anderem bei der Journalistenlegende Jean Villain. Nach kritischen Reportagen, die er für die Illustrierte NBI geschrieben hatte, wurde er vom Studium exmatrikuliert. Er ging in die südthüringische Bezirksstadt Suhl, wo er eine neue Heimat fand und bis 1975 bei der Tageszeitung „Freies Wort“ als Redakteur arbeitete. Seitdem ist er als freier Schriftsteller tätig und erregte mit seinen Reportagen viel Aufsehen. Sein Werk befasst sich kritisch mit der DDR und der sozialen Ungerechtigkeit im neuen vereinten Deutschland. Die Veröffentlichung seiner Bücher wurde in der DDR zeitweise erschwert. Bekannteste Werke sind „Fänger und Gefangene“, „Der Erste“, „Der Zweite“, „Der Letzte“ und „Der Grenzgänger“. Er ist Preisträger des Kunstpreises des FDGB für Literatur und des Heinrich-Heine-Preises zudem war er lange Jahre Vorsitzender des Schriftstellerverbandes Thüringen.

 

www.aufbau-verlag.de

 

10.09.2011 - 18:00
Hauptkirche St. Marien in Suhl

Jens-Uwe Bogadtke liest Eberhard Esche: "Gehen. Bleiben. Kommen"

Jens-Uwe Bogadtke liest Eberhard Esche:  
Szenische Lesung mit Musik

Eine Lesung aus der Zusammenstellung von Texten Eberhard Esches aus 24 Jahren in dem Buch: “Ein Stolz, der groß ist”. Das Buch erinnert an den populären, in Leipzig geborenen Schauspieler, der im Mai 2006 verstorben ist. Es versammelt zahlreiche Texte, letzte Worte, die Esche zum Gedenken an Freunde und Kollegen verfasst hat – Trauerreden, gehalten auf Gedenkfeiern oder Beerdigungen. Sie dienen nicht nur dem Anlass, sondern sind zugleich bleibende Worte über Menschen, über das Theater und die große, kleine Welt. Jens-Uwe Bogadtke liest aus dem Buch und singt dazu Gundermann-Lieder. Der Musiker Lexa Thomas improvisiert und begleitet die Szenische Lesung auf dem Elektro-Bass.

Der neue Provinzschrei-Veranstaltungsort, die Hauptkirche St. Marien in Suhl, scheint prädestiniert für diese Szenische Lesung von und mit Jens-Uwe Bogadtke, der an einen der großen ostdeutschen Theaterschauspieler erinnert.


Jens-Uwe Bogadtke, 1957 in Berlin geboren, studierte von 1979 bis 1982 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Neben zahlreichen Kino- und Fernsehrollen liegt sein künstlerischer Schwerpunkt vor allem auf den Theaterbühnen. Er arbeitete u.a. im Berliner Ensemble, an der Volksbühne, am Deutschen Theater und am Theater im Palast und ist Mitbegründer des Theaters im Palais in Berlin. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Mitwirkung in Walter Becks Märchenfilmen, wie „Der Bärenhäuter“ (1986) und „Froschkönig“ (1988), in denen er jeweils die Titelrolle spielte. Nach der Wende war er u.a. in der beliebten ZDF-Serie „Der letzte Zeuge“ mit Ulrich Mühe zu sehen.

Lexa Thomas: Als Kind Ausbildung in den Fächern Tenorhorn, Posaune und Bass. Als Jugendlicher Chorleitung, Klavier, Musiktheorie, Gesang, außerdem Mitglied des Rundfunkjugendchor Wernigerode. Studium an der Hochschule für Musik “Franz Liszt“ in Weimar. Arbeiten mit Kerschowski, Gerhard Gundermann, Norbert Bischoff, Stefan Körbel,  Tina Tandler, Rumpelstil, Angelika Mann, Filmorchester Babelsberg, Gerhard Schöne, Martin Moss, Sabine Fischer und Dorothea Breil. 2002 erhielt er den Kinderhörspielpreis der ARD für Angstmän. 2008 wurde er für quergelesen (KiKa) für den Grimme-Preis nominiert.


www.bogadtke.com

Das Konzert findet im Rahmen der Reihe „hör-mal im Denkmal“ statt und wird präsentiert von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Rhön-Rennsteig-Sparkasse.

In Kooperation mit der Hauptkirche und der Kreuzkirche in Suhl
14.09.2011 - 19:30
Stadtbücherei Suhl

Stefan Bollmann liest aus "Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug"

Stefan Bollmann liest aus  
Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug

 

Stefan Bollmanns Buch, „Frauen, die lesen, sind gefährlich“, hat 2005 den Nerv vieler Leserinnen getroffen. Es war monatelang auf der Bestsellerliste und wurde ein internationaler Erfolg, was sicherlich nicht nur daran lag, dass Elke Heidenreich das Vorwort schrieb und sich in ihrer Literatursendung „Lesen!“ für das Buch einsetzte. Dass die Geschichte weiblichen Lesens weiter erzählt werden muss, zeigt nun eindrucksvoll das neue Buch mit neuen Bildern und neuen Texten – Frauen, die lesen sind eben auch klug – und wohl deshalb so gefährlich. Das wunderschön bebilderte Buch handelt von jenen Frauen, die erkannt haben, dass der Zugang zu verbotenen Bibliotheken und unerreichbaren Büchern sie während der letzten Jahrhunderte einfach klüger gemacht hat. In diesem imaginären Museum mit herrlichen Bildern bekannter und unbekannter Meister, die auf unverwechselbare Weise von Stefan Bollmann unterhaltsam und kenntnisreich erklärt werden, begegnen wir Müßiggängerinnen, Verführerinnen, Vorleserinnen, Lebenskünstlerinnen, modernen Leserinnen und vielen anderen gefährlichen Frauen, die Maler und Malerinnen wie Velázquez, Ingres, Degas, Tissot, Liebermann, Caillebotte, Vallotton, de Lempicka, Hopper und viele andere inspiriert haben.

Stefan Bollmann, geboren 1958, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Geschichte und Philosophie. Er promovierte mit einer Arbeit über Thomas Mann und arbeitet heute als Lektor und Autor in München. 2005 und 2006 erschienen seine Bestseller „Frauen, die lesen, sind gefährlich“ und „Frauen, die schreiben, leben gefährlich“ im Elisabeth Sandmann Verlag sowie 2008 der Band „Briefe liebe ich, für Briefe lebe ich“.

www.elisabeth-sandmann.de

 

In Kooperation mit der Stadtbücherei Suhl

 

 

15.09.2011 - 18:00
Städtische Galerie im CCS Suhl

Vernissage zur Ausstellung "FantaFiction – Fantastische Malerei, Zeichnung und Plastik"

Vernissage zur Ausstellung  
„FantaFiction – Fantastische Malerei, Zeichnung und Plastik“

Phantasie bzw. Fantasie (griech.: „Erscheinung“, „Vorstellung“, „Traumgesicht“, „Gespenst“) bezeichnet eine kreative Fähigkeit des Menschen. Oft ist der Begriff mit dem Bereich des Bildhaften verknüpft (Erinnerungsbilder, Vorstellungsbilder), kann aber auch auf sprachliche und logische Leistungen (Ideen) bezogen werden. Im engeren Sinn als Vorstellungskraft bzw. Imagination ist mit Phantasie vor allem die Fähigkeit gemeint, innere Bilder und damit eine „Innenwelt“ zu erzeugen. Im heutigen Sprachgebrauch umfasst der Begriff „Phantasie“ in der Regel sowohl die Fähigkeit wie auch das Resultat des „Phantasierens“. Manchmal wird der Begriff auch abwertend gebraucht im Sinne einer Fiktion bzw. eines Hirngespinstes. (Quelle: wikipedia.de)
Fiktion (lat.: „Gestaltung“, „Personifikation“, „Erdichtung“) bezeichnet die Schaffung einer eigenen Welt durch Literatur, Film, Malerei oder andere Formen der Darstellung sowie den Umgang mit einer solchen Welt. Bei der Fiktion handelt es sich um eine bedeutende Kulturtechnik, die in weiten Teilen der Kunst zum Einsatz kommt. (Quelle: wikipedia.de)
Das erste Mal in der Provinzschrei-Geschichte wenden wir uns innerhalb unserer Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Suhl den fantastischen und fiktionalen Künsten zu. Zu sehen sein werden surreale Malereien und Zeichnungen, traumhafte Visionen einer anderen Welt, einer fremden, märchenhaften, abstrakten, utopischen, manchmal beängstigenden Welt, die uns so weit entfernt zu sein scheint und doch so eng mit unserer realen Welt verwoben ist, mit jener Welt nämlich, in der wir tagtäglich leben und sterben. Mit dabei sind die Suhlerin Ines Ermel, der Ex-Suhler Jan Dorendorf, der Ilmenauer Gunar Gräfe sowie Uwe Nolte aus Merseburg und seine Frau Kristina aus Samara (Russland), die den prozentual größten Teil der Ausstellungsfläche künstlerisch bespielen. Die Suhler Ausstellung der Werke des multinationalen Künstlerpaares ist eine Deutschlandpremiere, nachdem die beiden Künstler in Russland bereits zahlreiche gemeinsame Ausstellungsprojekte verwirklichen konnten.

Kristina Nolte (geb. Zieber) wurde am 14.02.1984 in Samara (Russland) geboren. Sie ist Diplom-Architektin, Illustratorin, Grafikerin und Designerin sowie Gewinnerin zahlreicher Kunst-Wettbewerbe in Russland. Als Mitglied des russischen Kunstbundes lebt und arbeitet sie wechselweise in Russland und Deutschland.

Uwe Nolte wurde am 11.05.1969 im sachsen-anhaltinischen Merseburg geboren. Er ist tätig als Verleger, Grafiker, Texter und Sänger. Zugleich ist er Herausgeber von über 20 Musikveröffentlichungen. Er lebt und arbeitet in Russland und Deutschland.

 

Zur Vernissage wird Uwe Nolte live vertonte Lyrik vortragen.

 

Ausstellungsdauer: 15.09.-13.11.2011

 

www.noltex.de 

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Städtischen Galerie im Atrium des CCS statt.

 

Alle Besucher, die sich zur Vernissage der Ausstellung und zur Lesung von Markus Heitz stil- und fantasievoll zum Thema der Ausstellung "FantaFiction" verkleiden, erhalten freien Eintritt zur Lesung!!!
15.09.2011 - 20:30
CCS-Saal Kaluga

Bestsellerautor Markus Heitz liest aus: "Judastöchter"

Bestsellerautor Markus Heitz liest aus:  
Fantasy-Lesung

Seit Markus Heitz mehrfach mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet wurde, gilt er zu Recht als „die deutsche Geheimwaffe für fantastischen Horror und herausragende Fantasy“ (Bild am Sonntag). Mit seiner Bestsellerserie um Die Zwerge drückte er dem Genre der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern Ritus, Sanctum, Kinder des Judas, Blutportale, Judassohn und Judastöchter auch die Urban Fantasy. Markus Heitz liest zum 11. PROVINZSCHREI aus seinem Vampirthriller „Judastöchter“ und berichtet dabei auch über die Recherche und Zusammenhänge seiner erfolgreichen Bücher.

Das Buch: Judastöchter

Nach den Geschehnissen in Judassohn liegt Emma im Koma, während ihre junge Tochter Elena im Krankenhaus wacht. Auch Vampirin Sia ist dort, um zu verhindern, dass ihre Nachfahrinnen nach ihrem Tod selbst zu Kindern des Judas werden. Doch Sia kann weder verhindern, dass Elena aus dem Krankenhaus flieht, um eine Vampirin zu werden, noch dass Emma aus dem Krankenhaus entführt wird. Und so beginnt eine abenteuerliche Jagd durch Deutschland, England und Irland.

 

Der Autor:

Nachdem Markus Heitz 1991 sein Abitur an der katholischen Privatschule Johanneum in Homburg abgeschlossen und im folgenden Jahr seinen Grundwehrdienst in Bexbach verrichtet hatte, studierte er bis ins Jahr 2000 Germanistik und Geschichte auf Lehramt. Anschließend arbeitete als freier Journalist bei der Saarbrücker Zeitung. 2003 erhielt er für seinen ersten Roman Die Dunkle Zeit 1 – Schatten über Ulldart den Deutschen Phantastik-Preis in der Kategorie Bestes Roman-Debüt National.

Heute lebt er – nach seinem Durchbruch mit dem Roman Die Zwerge – als freier Autor und Mitbesitzer eines Irish Pubs in Zweibrücken. Bis heute hat er mit seinen Büchern insgesamt sieben Mal den Deutschen Phantastik-Preis gewonnen.

 

www.mahet.de

www.droemer-knaur.de 

Alle Besucher, die sich zur Vernissage der Ausstellung und zur Lesung von Markus Heitz stil- und fantasievoll zum Thema der Ausstellung "FantaFiction" verkleiden, erhalten freien Eintritt zur Lesung!!!

16.09.2011 - 20:00
Autohaus Ehrhardt

Martina Gedeck und Aydar Gaynullin: "Die Wand"

Martina Gedeck und Aydar Gaynullin:  

Martina Gedeck liest aus „Die Wand“ und Aydar Gaynullin begleitet am Akkordeon

 

Zweimal wurden Filme, in denen sie Hauptrollen spielte, für die vielleicht bedeutendste Auszeichnung des internationalen Filmgeschäftes, den „Oscar“ (Academy Award of Merit), nominiert. Einmal gewann einer dieser Film in der Kategorie „Bester ausländischer Film“. Filme mit ihr wurden für den „Europäischen Filmpreis“ und die „Golden Globes“ nominiert. Den „Europäischen Filmpreis“ konnte sie später genauso gewinnen, wie den „Silbernen Bären“, den „Bayrischen Filmpreis“, den „Deutschen Fernsehpreis“, die „Goldene Kamera“, den „Preis der deutschen Filmkritik“ oder den „Grimme-Preis“. Sie drehte mit den wichtigsten deutschen Regisseuren und mit Robert de Niro, spielte zusammen mit Hellen Mirren, Götz George, Joachim Król, Jürgen Vogel, Veronica Ferres, Iris Berben, Ulrich Mühe, Ulrich Tukur, Sebastian Koch, Thomas Thieme, Moritz Bleibtreu oder Nadja Uhl. Filme, in denen sie mitspielt, sind nicht nur Kassenschlager und fesseln Hunderttausende Zuschauer in den Kinosesseln vor den Leinwänden, sondern sind zumeist auch wundersame, viel zu selten gesehene Filmerlebnisse, die bleibende Eindrücke und Erinnerungen hinterlassen und nicht vom Winde verweht in den unendlichen Weiten der Belanglosigkeiten des kommerzialisierten Filmgeschäfts vergehen. Sie prägt mit ihrer künstlerischen Erscheinung, ihrer unglaublichen Präsenz und ihrer fast schon chamäleonhaften Verwandlungskunst ihre filmischen Rollen, die Charaktere, die sie spielt und damit natürlich auch die Filme. Sie verleiht ihnen Mystik und Magie und erreicht dadurch scheinbar spielend leicht das, was Kino und Fernsehen im Idealfall so einmalig machen – nämlich das Erschaffen einer lebensechten Illusion der Dinge, der Zeit und der erzählten Geschichten. Sie ist eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Filmbetrieb und zweifelsohne eine der größten deutschen Schauspielerinnen ihrer Zeit. Wir freuen uns auf Martina Gedeck.

Martina Gedeck absolvierte ihre Schauspielausbildung am Max-Reinhardtseminar der Universität der Künste, Berlin. Sie spielte an verschiedenen deutschen Bühnen, u.a. am Schauspielhaus Hamburg, Theater am Turm, Frankfurt/M und an den Kammerspielen, Hamburg. Gleichzeitig begann sie, Filme zu drehen. Ihr filmisches Schaffen umfasst Filme wie „Bella Martha“, „Elementarteilchen“, „Das Leben der Anderen“, der 2007 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde oder „Der Baader Meinhof Komplex“. Auf der Bühne überzeugte sie zuletzt als „Harper Regan“ am Hamburger Schauspielhaus.

 

Martina Gedeck liest aus dem Roman „Die Wand“ der österreichischen Erfolgsautorin Marlen Haushofer, der 1963 erschien. Eine unsichtbare, undurchdringliche Wand, jenseits derer Totenstille herrscht, schiebt sich auf einmal zwischen das Tal, in dem die Ich-Erzählerin lebt, und die Außenwelt. Das Leben davor scheint erstarrt zu sein, leblos und tot. Dahinter die Frau in menschlicher Einsamkeit, umgeben von ein paar Tieren und der Natur. „Wenn mich jemand nach den zehn wichtigsten Büchern fragen würde, dann gehörte dieses auf jeden Fall dazu“, adelt Elke Heidenreich „Die Wand“.

Aydar Gaynullin gehört zu den hervorragendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation. Er wurde 1981 in Moskau geboren. Im Alter von acht Jahren bekam er seinen ersten Bajanunterricht . Den anschließenden Bajanstudien am Moskauer Schnittke-Musik-College bei und an der Gnessin Musikakademie folgte das Aufbaustudium an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin mit dem Konzertexamen-Abschluss. Aydar Gaynullin war Stipendiat der Internationalen Kulturstiftung "Neue Namen", der Stiftungen von Mstislav Rostropowitsch und Friedrich Lips sowie des russischen Kulturfonds. Sein Name wurde in das "Goldene Buch" von Russlands Präsidenten eingetragen. 2003 wurde Aydar Gaynullin zum Ehrenmitglied der Musikhochschule in Kaunas (Litauen) gewählt. Neben Bajan studierte Aydar Gaynullin auch Gesang an der russischen Gnessin Musikakademie und verfügt über einen ausdrucksstarken Bariton. In der Zeit von 1992 bis 2003 nahm Aydar Gaynullin an siebzehn nationalen und internationalen Akkordeon-Wettbewerben teil, wobei er dreizehn Mal einen ersten und vier Mal einen zweiten Preis verliehen bekam, u. a. in Klingenthal, Arrasate-Mondragon (Spanien), Moskau, Pihlajamaa (Finnland), Castelfidardo (Italien), Lanciano (Italien) und beim „Coupe Mondiale“ in London. Im Mai 2003 wurde er mit einem 2. Preis beim Internationalen Sängerwettbewerb in Kiew (Ukraine) ausgezeichnet. Zahlreiche Konzerte und Tourneen führten ihn u. a. nach Frankreich, Japan, Tschechien, Malaysia, Kuwait, USA, Großbritannien, Polen, Thailand, Ungarn, Griechenland, Indien, Italien, Jugoslawien, Deutschland, China, Spanien, Niederlande, Finnland, Litauen, Österreich, Nordkorea, Luxemburg und Portugal. Er spielte mehrmals das „Concerto Aconcagua“ von Astor Piazzolla u. a. mit dem Symphonieorchester St. Petersburg, dem Moskauer Symphonieorchester „Amadeus“, den Belgrader Philharmonikern, dem Symphonieorchester Luxemburg, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt. Er musizierte in bedeutenden Konzertsälen wie La Salle Gaveau und Pleyel in Paris, dem Moskauer Internationalen Haus der Musik sowie dem Washingtoner Kennedy-Center und New Yorker Lincoln-Center. Im November 2007 war er Gast der Konzertreihe „Debüt“ im Deutschlandradio Kultur und trat in der Berliner Philharmonie als Solist des Bandoneonkonzerts von Astor Piazzolla mit dem DSO Berlin unter Leitung von Ariel Zuckermann auf. Nach einem großem Erfolg mit Standing Ovations schrieb die Presse über ihn: „Ein Genie!“ Unter seinen Musikpartnern sind solche Persönlichkeiten wie David Geringas, Maxim Vengerov, Tatjana Vassiljeva, Alexey Ogrintchouk, Denis Matsuev. Im Dezember 2010 begleitete er Anna Netrebko und Erwn Schrott bei einer Gala in Moskau, spielt auf Einladung von Jose Carreras für seine Stiftung. Aydar Gaynullin ist dabei, auch als Film- und Theaterkomponist eine beachtliche Karriere zu machen. Sein bisher größter Erfolg war die Musik zum Film des russischen Regisseurs Ivan Vyrypaev „Euphoria“, der im Rahmen des 63. Internationalen Kinofestivals in Venedig 2007 mit einem „Kleinen goldenen Löwen“ ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr hat Aydar Gaynullin eine „Nika“ – den höchsten Filmpreis Russlands – für die beste Filmmusik verliehen bekommen. Aydar Gaynullin lebt mit seiner Lebensgefährtin Elena Lutz und gemeinsamer Tochter Alina in Berlin.

 

www.martinagedeck.de

www.aydar.net

 

Voraussichtlich im Frühjahr 2012 wird eine Verfilmung des Bestsellers mit Martina Gedeck in der Hauptrolle in die Kinos kommen!

 

Präsentiert von der Tageszeitung Freies Wort.

16.09.2011 - 22:00
Autohaus Ehrhardt

Light-Painting mit der Fotogruppe "Kunstlicht"

 
Light-Painting mit der Fotogruppe „Kunstlicht“

 

„Kunstlicht“ sind vier junge Suhler, die seit etwa anderthalb Jahren im Bereich Light-Painting und Langzeitbelichtung fotografisch experimentieren. Seit einer Silvesterparty, als einer der Jungs mit einer brennenden Wunderkerze „2010“ in die Luft schrieb und der glühende Funkenstub mit dem Objektiv einer Kamera festgehalten wurde, sind Sandro Sauer, Florian Mehlzer, Sascha Hollandt und Diego Walch der Faszination der „Lichtmalerei“ erlegen. Nach ersten experimentellen Versuchen folgte die gezielte Internetrecherche sowie der Kontakt zu weiteren Lichtmal-Gruppen. In kurzer Zeit wurde das technische Foto-Equipment modernisiert sowie geeignete Lichtquellen gebastelt. Mittlerweile haben „Kunstlicht“ bereits einige Erfahrungen im Umgang mit Langzeitbelichtung und den damit verbundenen Schwierigkeiten in der Fotografie gesammelt und können auf eine stattliche Auswahl an interessanten Bildern verweisen. Das Besondere an den Fotografien ist dabei stets die Kombination der eigentlichen Lichtmalerei mit einem möglichst ausdrucksvollen Hintergrund. Das können verlassene Häuser genauso sein, wie Industriegebiete oder Wahrzeichen. Öffentlich auf sich aufmerksam machte sich „Kunstlicht“ durch die Beteiligung an der Ausstellung „Jugend Aktiv-Kreativ 2“ in der Städtischen Galerie Suhl und den Gewinn des „Yougendmedienpreises“.

 

www.flickr.com/photos/kunstlichtcrew

17.09.2011 - 15:00
Autohaus Erhardt

KinderProvinzschrei

KinderProvinzschrei 
Der PROVINZSCHREI für die Kleinen – Kindertheater und Kinderbasteln

Wie gewohnt gibt es auch in diesem Jahr wieder ein spezielles Programm für die kleinen Kulturfans – den KinderPROVINZSCHREI. Spannung, Spaß und gute Laune kommt auf beim Kindertheater „BettenBoot und HundeDrachen“. Dieses beginnt um 15.00 Uhr im Industriedenkmal Autohaus Ehrhardt AG. Dort ist auch eine Bastelstraße aufgebaut, bei der Kinder mit natürlichen Materialien kreativ werkeln können. Betreut werden die Kleinen von Kindergärtnerinnen vom Freien Kindergarten Suhl – und die Eltern können sich ohne Sorgen die Lesung mit Ralph Giordano anhören.

15.00 Uhr „BettenBoot und HundeDrachen“

Kindertheater über vergessene Träume; ab 4 Jahre

In einer roten Mühle leben zwei Traumfänger. Mit ihrer Mühle fangen sie die vergessenen Träume ein, an die sich Kinder am Morgen nicht mehr erinnern können. Aus diesen vergessenen Träumen mahlen sie Mehl und backen aus jedem Traum einen Keks. Und mit diesem Keks bringen sie den Kindern ihren Traum zurück. Die Mühle arbeitet seit Jahren zuverlässig. Doch eines Tages spielt ein Traum verrückt …
Bei dieser Fantasiereise müssen die jungen Zuschauer – zu Kuscheltieren, Ungeheuern, Meeresbewohnern, Matrosen verwandelt – rudern, und schnarchen, und knurren und zum Akkordeon singend mit dem kleinen „Ich-weiß-nicht-was“ gefährliche Abenteuer bestehen.

Die Geschichte entwickelten Alexander Ernst und Marcel Kohl gemeinsam mit Vorschulkindern der Kindertagesstätten „Anne Frank“ und „Fröbelhaus“ in Jena.


Es spielen: Alexander Ernst, Marcel Kohl
Musik: Alexander Ernst
Textfassung: Marcel Kohl
Bühne: Ensemble, Kerstin & Bernd Welsch
Regie: Ensemble

17.09.2011 - 15:00
Autohaus Ehrhardt

Ralph Giordano liest aus: "Mein Leben ist so sündhaft lang"

 
Buchlesung

„Kein Pardon für Kläffköter – Ein furioser, aber auch eitler Wütender: Ralph Giordano präsentiert in seinem Tagebuch eine Abrechnung mit der Gegenwart - und ein Dokument der Angst vor Rechtlosigkeit und Gewalt.“ (FAZ.net, 29.10.2010)

Brillant geschrieben und von bestechender Eindeutigkeit – Ralph Giordanos Tagebuch

„Ich kann nicht leben, ohne zu schreiben“, vertraut Ralph Giordano seinem Tagebuch an, aber er kann auch nicht leben, ohne die Stimme zu erheben, wenn Unrecht geschieht. Ein Jahr lang protokolliert Giordano, was ihn beschäftigt, aufregt und bewegt – entstanden ist sein vielleicht persönlichstes Buch.
Ein Jahr lang, vom Geburtstag 2009 bis zum Geburtstag 2010, hat der große deutsche Publizist und Schriftsteller sich und seine Zeit kritisch und selbstkritisch unter die Lupe genommen. Dabei hat er ganz genau hingeschaut. Ob es um Bundeswehreinsätze in Afghanistan, Aufstände in Teheran, den Einsturz des Kölner Stadtarchivs, eine Huldigung an Herta Müller oder Einblicke in seine persönliche Arbeitsweise geht – es sind Aufzeichnungen, die zeigen, wie eng verbunden dieses Leben mit den großen Strömungen und Bewegungen unserer Zeit ist. Gleichzeitig aber gestatten sie einen tiefen Einblick ins Private, ohne Voyeure zu bedienen oder den Mutterwitz des Autors zu verbergen.
Was den rastlosen 87-Jährigen jung hält, ist die Verteidigung jener Staats- und Gesellschaftsordnung, in der er sich nach den bitteren Erfahrungen seiner Jugend in Hitler-Deutschland einzig sicher fühlt: der demokratischen Republik, dem demokratischen Verfassungsstaat. Wann immer er sie bedroht wähnt, ob von rechts, von links oder von radikalen Muslimen, ist der scharfsichtige und unbestechliche Zeitzeuge zur Stelle. Seine offene Kritik an anti-emanzipatorischen und menschenrechtsfeindlichen Erscheinungen innerhalb der türkisch-muslimischen Parallelgesellschaften hat den versandeten Diskurs über das Integrations- und Migrationsproblem in Deutschland auf eine neue öffentliche Ebene gehoben. Diese Auseinandersetzung mit deutschen Multikulti-Illusionisten und integrationsabstinenten Muslimen führt Giordano an der Seite kritischer Muslime. Dass sich damit der Gefahrenpegel für ihn erhöht hat, nimmt er hin.

Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren. Nach der Befreiung am 4. Mai 1945 durch britische Truppen arbeitete er als Journalist und Publizist, als Fernsehdokumentarist und Schriftsteller. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, darunter: Die Bertinis, 1982. Die zweite Schuld oder Von der Last Deutscher zu sein, 1987. Ostpreußen ade, 1994. Deutschlandreise, 1998 und Sizilien, Sizilien! Eine Heimkehr, 2002. Zuletzt erschien seine Autobiographie Erinnerungen eines Davongekommenen (2007).

 

www.kiwi-verlag.de


17.09.2011 - 17:00
Autohaus Ehrhardt

Andrej Hermlin liest aus "My Way. Ein Leben zwischen den Welten"

Andrej Hermlin liest aus  
Buchlesung und Musik

 

»Ich bin jeder Hinsicht bunt gemischt«, sagt Andrej Hermlin über sich. Der Sohn des Schriftstellers Stephan Hermlin und einer Russin darf schon vor dem Fall der Mauer reisen und sieht die Welt. In der Schule wird er deshalb oft angefeindet. Ein Fluchtpunkt ist für ihn die Musik. Als Vierjähriger hört Andrej Hermlin zum ersten Mal jene Melodien, die ihn fortan nicht mehr loslassen – amerikanischen Swing aus den 30er Jahren. Von 1986 bis zu seinem Staatsexamen 1990 studiert er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Nach der Wende tritt Hermlin in die PDS ein, verzichtet aber auf eine politische Karriere, um sich auf seine Musikkarriere als Bandleader, Pianist und Manager seines bereits 1987 gegründeten Swing Dance Orchestra zu konzentrieren. Zu Andrej Hermlins großen Leidenschaften zählen seine historischen Automobile und die Fliegerei. Seine Ehefrau Joyce, mit der er in zweiter Ehe verheiratet ist, stammt aus Kenia. Seine Autobiographie ist ein Rückblick auf eine ungewöhnliche Kindheit und Jugend in der DDR sowie eine Reise in die faszinierende Welt des Swing. Über die Musik hinaus bekannt wurde Andrej Hermlin, als er nach der Präsidentschaftswahl in Kenia 2008 dort wegen Terrorverdachts inhaftiert wurde. Hermlin hatte zuvor die Demokratiebewegung und den Kandidaten Raila Odinga unterstützt, mit dem er befreundet ist.

 

Andrej Hermlin, geboren 1965 als jüngstes Kind von Stephan Hermlin, wuchs zweisprachig auf. Seine Mutter stammt aus Russland. Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. 1987 Gründung des heute 14-köpfigen Swing Dance Orchestra. Andrej Hermlin ist Komponist und Texter, Bandleader und -manager sowie Vater von drei Kindern. Er lebt in Berlin.

 

Die Lesung wird musikalisch begleitet von Musikern aus Hermlins legendärem Swing Dance Orchestra.

 

www.swingdanceorchestra.de

www.aufbau-verlag.de

 

 

17.09.2011 - 19:00
Autohaus Ehrhardt

Jakob Hein liest: "Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand"

Jakob Hein liest:  
Buchlesung


"...das Coolste unter der Discokugel.“ Abini Zöllner, Frankfurter Rundschau


„...zum Wegschmeißen komisch, ironisch und ein bisschen sentimental.“ Radio Fritz


„...eines der charmantesten, witzigsten Bücher des Jahres.“ WDR 1live


„Komisch, ironisch, sentimental und sehr atmosphärisch baut Hein sein literarisches Denkmal: Für all die ritterlichen Romantiker, jugendlichen Trotzköpfe und mehr oder weniger unerreichbaren Frauen.“ Hessischer Rundfunk: hr1-Tipp


„...hat alles, was unterhaltsame Lektüre braucht.“ Die Mark online


„Eine kurzweilige Reise in die letzten Jahre der DDR.“ Frankfurter Neue Presse


„...unterhaltsame und tragikomische Lektüre.“ Literaturmarkt.info


„...immer nur lachen und sich auf die Schenkel klopfen bringt auf Dauer einfach nicht das gewünschte Leseerlebnis. Aber vielleicht trifft Jakob Hein hier eher den Ton der jüngeren Generation.“ Potsdamer Neuste Nachrichten

 

Nachdem wir im vergangenen Jahr Christoph Hein zum Jubiläums-Provinzschrei begrüßen konnten, freuen wir uns nun in diesem Jahr ganz besonders auf seinen Sohn Jakob.

 

Jakob Hein, geboren 1971 in Leipzig, wuchs in Berlin auf, studierte in Wien, Stockholm Boston und Berlin, wo er heute an der Charité-Uni-Klinik als praktizierender Psychiater arbeitet und mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt. Neben den Bestsellern „Mein erstes T-Shirt“, „Formen menschlichen Zusammenlebens“ und „Herr Jensen steigt aus“ erschienen unter anderem von ihm sein autobiografisches Familienporträt „Vielleicht ist es sogar schön“, „Gebrauchsanweisung für Berlin“, „Antrag auf ständige Ausreise“, „Der Alltag des Superhelden“, „Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht“ und zuletzt der Roman „Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand“. Seit 1998 ist er Mitglied der „Reformbühne Heim und Welt“. In seiner Vita gibt er an, keine Stipendien erhalten zu haben und an keinen Wettbewerben teilgenommen zu haben.

 

www.jakobhein.de

www.piper-verlag.de

17.09.2011 - 21:00
Autohaus Ehrhardt

Das Ensemble Noisten und Nina Hoger präsentieren einen Abend mit Werken von Else Lasker-Schüler

Das Ensemble Noisten und Nina Hoger präsentieren einen Abend mit Werken von Else Lasker-Schüler 
„Tiefer beugen sich die Sterne – Lyrik und Prosa von Else Lasker-Schüler“

Freuen Sie sich auf einen außergewöhnlichen Abend mit außergewöhnlicher Lyrik, einer außergewöhnlichen Vortragenden, außergewöhnlicher Klezmer-Musik und einer unbeschreiblich außergewöhnlichen Stimmung!


Das Lied meines Lebens


Sieh in mein verwandertes Gesicht !
Tiefer beugen sich die Sterne.
Sieh in mein verwandertes Gesicht!

Alle mein Blumenwege
Führen auf dunkle Gewässer,
Geschwister, die sich tödlich stritten.

Greise sind die Sterne geworden .
Sieh in mein verwandertes Gesicht!

 

(Else-Lasker Schüler)

 

Die Schriftstellerin Elsa-Lasker Schüler wird 1869 als Tochter eines jüdischen Privatbankiers in der Nähe von Wuppertal geboren. 1894 zieht sie nach Berlin, wo sie sich ihrer zeichnerischen Ausbildung widmet. In Berlin findet sie Anschluß an die literarische Szene und veröffentlicht erste Gedichte. Sie schließt Freundschaft mit Schriftstellern wie Gottfried Benn und Richard Dehmel. In dem Gedichtband „Meine Wunder“ wird die Liebe zum zentralen Thema von Lasker-Schüler und sie steigt zur führenden Repräsentantin des Expressionismus auf. Ihr unkonventioneller Lebensstil – sie spaziert beispielsweise als Prinz verkleidet durch die Straßen der Hauptstadt - wird kritisiert und parodiert. 1932 erhält sie den Kleist-Preis für ihr Gesamtwerk. Kurz nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wird sie auf offener Straße tätlich angegriffen und emigriert darauf hin in die Schweiz. Am 22. Januar 1945 stirbt Else Lasker-Schüler in Jerusalem.

 

Nina Hoger wurde im März 1961 in Hamburg geboren. Durch ihre Familie, ihre Mutter ist die bekannte Theater-und Fernsehschauspielerin Hannelore Hoger („Bella Block“), wuchs Nina Hoger zeitlebens mit der Schauspielerei und dem Theater auf und stand bereits im Alter von 18 Jahren im Fernsehfilm „Fallstudien“ vor der Kamera. 1986 gab sie ihr Kino-Debüt Kino in „Madonna Mann“. Ein Jahr später stand sie an der Seite ihrer Mutter für die fünfteilige Fernsehreihe „Die Bertinis“ vor der Kamera. In der Uwe Johnson-Verfilmung „Jahrestage“ arbeitete sie mit der Regisseurin Margarethe von Trotta und anderen Kollegen wie Suzanne von Borsody, Axel Milberg, Matthias Habich und Hanns Zischler zusammen. Im Laufe der Jahre übernahm sie zahlreiche Gastrollen in erfolgreichen Serien wie der „Tatort-Reihe“ oder „Dr. Sommerfeld“. 1983 wurde sie für ihre Darstellung in „Flucht nach vorn“ mit dem Bundesfilmpreis- und 2001 mit dem Robert-Geisendörfer-Preis für „Enthüllungen einer Ehe“ ausgezeichnet.

 

Die Klezmer- , Weltmusikgruppe Ensemble Noisten ist spielt sowohl traditionelle Klezmermusik als auch Eigenkompositionen und ist folgendermaßen besetzt:

Klarinette/ Bassklarinette - Reinald Noisten

Gitarre/ Bousuki - Claus Schmidt

Bass/ Ukulele - Andreas Kneip

Tabla und andere indische Schlaginstrumente - Shan Devagurparan

Die grundlegende Idee ist es, Elemente der Klezmermusik witzig und charmant,

aber auch respektvoll mit anderen Musikrichtungen wie Flamenco, Klassik, türkischer und tamilischer Musik zu verknüpfen.

 

www.ensemble-noisten.de

 

18.09.2011 - 11:00
Waffenmuseum Suhl

4. Suhler Dixieland-Kulturfrühschoppen

4. Suhler Dixieland-Kulturfrühschoppen 
Dixieland-Kulturfrühschoppen mit der Burgen-Jazz-Band

Weit mehr als 100 Besucher bei bestem spätsommerlichen Wetter haben den Dixieland-Kulturfrühschoppen im vergangenen Jahr zu einem wunderschönen Erlebnis gemacht. Damit hat sich dieser Veranstaltungspunkt endgültig seinen Platz im Provinzschrei-Programm gesichert, denn was gibt es Schöneres, als nach all dem anstrengenden Kunst- und Kulturmarathon der letzten Tage einfach einmal abzuschalten und mit dem Fuß im Takt des knackigen Dixiesounds zu wippen?! Der kleine, gemütliche Hof des historischen Waffenmuseums mitten in der Suhler Innenstadt hat sich dafür als exzellente Veranstaltungsstätte etabliert. Und wer neben Musik und Gastronomie Wissenswertes aus der Suhler Waffengeschichte erfahren möchte, sollte natürlich den Besuch des Waffenmuseums selbst einplanen.

Der Dixieland kommt in diesem Jahr von der
Burgen-Jazz-Band, die traditionellen Oldtimejazz, Dixieland und Schlager von Damals spielt. Zu hören sein werden Standards wie: „Icecream“, „Ja-Da“, „Tigerrag“ oder „Bourbone Street Parade“, aber auch bekannte Schlager aus der Jugendzeit wie: „Wochenend und Sonnenschein“, „Veronika der Lenz ist da“, „Hallo kleines Fräulein“, „Mein kleiner grüner Kaktus“ und viele andere mehr. Beste handgemachte Musik auf der Bühne, im und mit dem Publikum, live und ohne Strom.

 

www.burgen-jazz-band.de

 

Der Dixieland-Kulturfrühschoppen wird präsentiert vom Förderverein des Waffenmuseums.

18.09.2011 - 19:00
Cineplex Suhl

Frank Quilitzsch nimmt Thomas Thieme ins Telefonverhör

Frank Quilitzsch nimmt Thomas Thieme ins Telefonverhör 
Buchlesung und Live-Talk

 

„Ein furios auftrumpfender Interviewband“ (Der Spiegel)

 

Seit zehn Jahren sind sie im Dauergespräch – der Schauspieler Thomas Thieme und sein Kritiker Frank Quilitzsch. Thieme verkörperte in Weimar den Faust, stand in „Der Untergang“ oder „Das Leben der Anderen“ vor der Kamera und war im „Baader Meinhof Komplex“ und in „Effi Briest“ zu erleben. Er war auf allen großen Theatern im deutschsprachigen Raum präsent. Im ZDF-Dokudrama „Der Mann aus der Pfalz“ spielte er den Helmut Kohl. Quilitzsch beginnt jedes seiner für die Thüringische Landeszeitung geführten mehr als 100 Telefonverhöre mit der Frage: „Herr Thieme, wo sind Sie?“ Die heiteren und ernsten Bekenntnisse des bekannten Ost-West-Schauspielers über Theater, Fußball, Gott und die Welt sind in dem Band „ICH FAUST – Thomas Thieme“ von Frank Quilitzsch erschienen (Verlag Theater der Zeit). Die beiden Dialogpartner werden einige Höhepunkte daraus vortragen, ehe sie zum Live-Talk übergehen.

„In den Texten erfährt man nicht nur jede Menge über den Menschen Thieme, sondern auch über die Lust und den Frust der deutschen Theaterwelt." (3sat)


Thomas Thieme, 1948 in Weimar geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin. Danach folgten Engagements am Theater Magdeburg und am Theater in Halle, bevor er 1981 einen Ausreiseantrag stellte. 1984 konnte er die DDR nach einigen Schikanen schließlich verlassen und war fortan bis 1990 am Schauspiel Frankfurt am Main tätig. Später spielte er am Burgtheater Wien, an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin und wieder in Wien, u.a. auch unter der Regielegende Claus Peymann. Nach einem Engagement am Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, wo er für seine Rolle des Richard III. in dem Stück „Schlachten!“ im Jahr 2000 zum „Schauspieler des Jahres“ gekürt wurde, kehrte Thieme in seine Geburtsstadt zurück und spielte die Titelrolle in „Faust 1“ am Deutschen Nationaltheater. Hier inszenierte er in der Spielzeit 2002/2003 Bertolt Brechts „Baal“ mit Ben Becker als Hauptdarsteller. Außerdem ist Thomas Thieme in zahlreichen Rollen im Fernsehen und Kino zu sehen.


Frank Quilitzsch ist Erzähler, Publizist, Reiseschriftsteller und Redakteur in Einem. Er lebt seit 1994 in Ulla bei Weimar und ist Vorstandsmitglied im Verband deutscher Schriftsteller Thüringen sowie Mitglied des Thüringer Literatur Quintetts (TLQ). Geboren 1957 in Halle (Saale) geboren, besuchte er die Schule in Moskau, Babelsberg und Falkensee. 1976 folgte dem Abitur der Grundwehrdienst in der Nationalen Volksarmee. Studierte von 1978 bis 1983 studierte er Germanistik an der Universität Jena und schloss ein Forschungsstudium an, promovierte 1985 mit einer Arbeit zur „Konfliktgestaltung in der Kurzprosa von Anna Seghers“ und arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Literatur- und Kunstwissenschaft. War 1987-1989 als Deutschlektor an der Damaskus-Universität in Syrien und 1989/90 als Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Nanjing-Universität in China tätig. Arbeitet seit 1991 als Kulturredakteur bei der Thüringischen Landeszeitung, wo er Rezensionen, Interviews, Kolumnen und Reportagen verfasst, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde.


www.theaterderzeit.de

www.frank-quilitzsch.de

18.09.2011 - 20:30
Cineplex Suhl

Kino

 
Filmvorführung „Der Mann aus der Pfalz“

 

Der „Mann aus der Pfalz“ ist ein für das ZDF produzierter Fernsehfilm von Thomas Schadt. Der Film dokumentiert einen Teil des Lebens von Altbundeskanzler Helmut Kohl in einer Mischung aus Spielfilm und Dokumentation. Behandelt wird die Zeit zwischen 1947 und 1966, der Aufstieg Kohls zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, die Zeit des Umbruchprozesses 1989, die Deutsche Einheit und die damit verbundene Maueröffnung. Der Helmut Kohl von 1989 wird im Film vom Schauspieler Thomas Thieme verkörpert, den jungen Kohl spielt Stephan Grossmann. „Der Film schildert Kohl zwar völlig neutral, gerade in den Rückblenden wirkt der ehrgeizige Jungpolitiker dank Stephan Grossmanns Verkörperung sogar überaus sympathisch“, aber schon früh wird der Pfälzer als Netzwerker, der in Freunden vor allem Verbündete sieht, dargestellt. „Die tiefen Einblicke, die der innere Monolog in die Seele des Politikers gibt, sind natürlich Spekulation, wirken aber dennoch ungemein wahrhaftig; und das hat viel mit Thomas Thieme zu tun. Kohl weder äußerlich noch im Sprachduktus sonderlich ähnlich, gelingt es ihm dennoch, restlos überzeugend dessen Position einzunehmen.“ Zur Vorbereitung des Films führten Thomas Schadt und Produzent Nico Hofmann lange Gespräche mit Helmut Kohl. (alle Zitate von: www.kino.de)

 

Da bis zur Drucklegung des Programmheftes noch nicht fest stand, ob der Film „Der Mann aus der Pfalz“ gezeigt werden kann, bitten wir alle Interessenten, die aktuellen Veröffentlichungen zum Provinzschrei-Programm in den regionalen Medien zu verfolgen oder sich auf unserer Homepage www.provinzkultur.de zu informieren.

20.09.2011 - 20:00
Hauptfiliale der Rhön-Rennsteig-Sparkasse Suhl

Heinz Rudolf Kunze liest aus "Vor Gebrauch schütteln. Kein Roman"

Heinz Rudolf Kunze liest aus  
Buchlesung und Musik mit Heinz Rudolf Kunze „Vor Gebrauch schütteln. Kein Roman“

 

Heinz Rudolf Kunze hat sich mit der Figur Trubschacher – ein Mann, der gerne Direktor eines Museums wäre, das grundsätzlich fürs Publikum geschlossen bleibt – ein Alter Ego erfunden, mit deren Hilfe er seine häufig rigorosen, aber immer genauen Beobachtungen zu Papier bringen kann. Bei Trubschacher/ Kunze ist – beinahe – alles möglich: Geld denkt, Bob Dylan und Miles Davis machen einen Ausflug, und Lady Di ist noch am Leben. Die Themen der beiden sind vielfältig: Musik, Philosophie, Eltern und Kindheit – und der Alltag in all seinen Tiefen und Untiefen. Erinnerungen an Kunzes Kindheit in den sechziger Jahren tauchen ebenso auf wie Beschreibungen der Gegenwart oder Beobachtungen der Musik- und Kunstszene. Sprachmächtig werden letzte Tabus aufs Korn genommen und auch dem Leser der Spiegel vorgehalten. Entstanden ist ein ungewöhnlicher Roman eines außergewöhnlichen Künstlers. Ein Buch wie Kunze selbst: einzigartig, gewagt und immer originell. Wir freuen uns sehr, dass wir nach 2003 erneut den brillanten Beobachter, Texter, Songwriter und Musiker Heinz Rudolf Kunze zum Provinzschrei in Suhl begrüßen dürfen.

 

Heinz Rudolf Kunze (Jahrgang 1956) gehört zu den wichtigsten und erfolgreichsten deutschen Musikern. Er hat sein 1980 mehr als dreißig Alben veröffentlicht. Zuletzt „Die Gunst der Stunde“ (Januar 2011). Seinen größten Single-Erfolg hatte er 1985 mit Dein ist mein ganzes Herz. Hinzu kommen rund 4.000 Texte in 13 Büchern. Kunze hat darüber hinaus Musicals geschrieben und Lyrik veröffentlicht. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Hannover.

 

 

www.heinzrudolfkunze.de

www.aufbau-verlag.de

21.09.2011 - 19:30
AWG-Geschäftsstelle Suhl

Lesung mit Immo Sennewald

Lesung mit Immo Sennewald 

Immo Sennewald, geboren 1950 in Suhl (Thüringen), erwarb dort 1969 das Abitur und einen Facharbeiterbrief als Kfz.-Schlosser. Nach Hochschulabschlüssen als Dipl.-Physiker und Dipl.-Schauspielregisseur in den 70er Jahren in Berlin folgten wenige heftige Jahre Theaterarbeit in Stralsund, Schwedt an der Oder, Berlin, ab 1984 zunehmend Eingriffe der Staatssicherheit, Anfang 1989 Übersiedlung in die Bundesrepublik. Dort Tätigkeit als Autor für RIAS-tv, Deutsche Welle TV, arte, 3sat, ARD und ZDF; seit 2000 freier Journalist und Autor in Baden-Baden.

Bücher:

  • „Der menschliche Kosmos - Gefühle, Konflikte, Strategien“, Sachbuch über Kommunikation und Konfliktmanagement (Salier Leipzig 2006)

  • „Blick vom Turm“, Roman (Salier Leipzig 2008)

  • „Babels Berg“ (Salier Leipzig 2010)

 

Die Lesung am 21.8. 2011 in Suhl richtet sich an Junge und jung Gebliebene. Mit dem Abstand von zwei Generationen blickt der Autor zurück auf die für die Jugend in Ost und West gleichermaßen bewegte Zeit zwischen 1968 und 1971.

Alles scheint damals möglich: Menschen landen auf dem Mond, zwischen West- und Ostberlin kann man wieder telefonieren, ein Diskus fliegt kilometerweit, ein Deutscher bekommt den Friedensnobelpreis, in einer Thüringer Kleinstadt gibt es das europaweit beste Japan-Restaurant: Anfang der 70er Jahre sprechen viele Zeichen für Aufbruch, Fortschritt – und unbegrenztes Vergnügen bei erotischen Abenteuern jenseits der Familienplanung.

Gustav Horbel aus Lauterberg, gerade 19, schleppt hundert Jahre bürgerlicher Familiengeschichte mit sich herum; am historisch unvermeidlichen Sieg des Sozialismus zweifelt er ein wenig. Demzufolge wandert im Hintergrund eine Stasi-Akte mit, als er im Herbst 1969 in der "Hauptstadt der DDR" landet, um Physik zu studieren. Er ist sehr neugierig darauf, was die Welt im Innersten zusammenhält.

In Berlins Straßen, in Bars und Theatern, im Thüringer Wald und in den Reichsbahnzügen dazwischen lernt er dann viel mehr darüber als in Labors und Hörsälen. Während er mit Prüfungen an der Universität wenig Scherereien hat, macht er in den Prüfungen des Lebens keine besonders gute Figur, er will einfach zu hoch hinaus. Dabei gerät er in eine buntscheckige Gesellschaft von Weltrekordlern, schwulen Westberlinern, schrägen Künstlern, versoffenen Juristen und Geheimdienstgenies. Karrieren in Ost und West weisen erstaunliche Bezüge zueinander auf; Gustav zeigt eigene starke Begabung nur darin, sich in die falschen Frauen zu verlieben.

Zwischen Traum, Wahn und Wirklichkeit stolpert er durch eine bewegte Zeit. Gott sei Dank nimmt ihn immer wieder jemand bei der Hand, wenn er nicht weiter weiß - manchmal ein berühmter Mann, manchmal die schönste Frau der Welt.

 

www.immosennewald.com

 

 

23.09.2011 - 19:00
Herrenküche im Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden

"grito da provincia"

 
Portugal- Kultur- und Weinabend mit dem Duo Fado Instrumental sowie erlesenen Weinen aus Portugal

 

Der Niederländer Jan Dijker (portugiesische Gitarre) und der Deutsche Oliver Jaeger (spanische Gitarre) präsentieren als “Duo Fado Instrumental” ein rein instrumentales Programm rund um den portugiesischen Fado. Wir kredenzen dazu gemeinsam mit dem WeinHofWeidebrunn aus Schmalkalden eine fachmännisch durchgeführte Weinverkostung edler portugiesischer Tropfen. Und was könnte sich bei unserem ersten Provinzschrei-Ausflug in die schöne Fachwerkstadt Schmalkalden besser als Veranstaltungsort eignen, als das Schloss Wilhelmsburg. Hier in der Herrenküche erwarten wir alle Besucher und versprechen einen gemütlichen, harmonischen und irgendwie auch Fernweh verursachenden wundervollen Abend, bei dem die gleichsam tragisch wie freudvoll klingende portugiesische Traditionsmusik Fado eine harmonische Symbiose mit den fruchtig-trockenen Aromen beliebter Weine aus dem Urlaubsland auf der Iberischen Halbinsel eingehen wird.

Das Duo Fado Instrumental schöpft auf ihrer eigenen musikalischen Entdeckungsreise aus original portugiesischen Quellen von den 30er Jahren bis heute. Große Namen der Instrumentaltradition auf der portugiesischen Gitarre passieren Revue. Ausserdem umfasst das Programm instrumentale Bearbeitungen von Fadoliedern, sowie seelenverwandter Musik aus Brasilien oder Venezuela. Vor diesem Hintergrund komponieren Jan Dijker und Oliver Jaeger wunderschöne, eigene Stücke in Stil und Atmosphäre passend zum Programm. Auch hier verschmilzt der perlende Ton der portugiesischen Gitarre wie selbstverständlich mit dem warmen Klang der spanischen Gitarre. Ab und an wechselt Jan Dijker zur Gipsy-Jazz-Gitarre und Oliver Jaeger zum Bandoneon. So überraschen die beiden Musiker noch mit einem erweiterten Klangbild. Und schließlich moderiert Oliver Jaeger mit kurzen Erzählungen einfühlsam durch das Programm.

 

Stimmen anderer:

Musik wie mit Sonnenstrahlen durchwoben”

(Ruhr Nachrichten, 4.9.2006)

 

Immer wieder zauberten die Musiker Licht und Wärme des Südens herbei.”

(Demminer Zeitung, 26.08.2008)

 

“Rasant und in Dur, der Fado aus Lissabon. So traurig, dass es schön ist, dagegen die Ballade "Hijo de la Luna".” (Neue Rhein Zeitung, 17.02.2008)

 

Technisch immer auf allerhöchstem Niveau, musikalisch versiert, setzten sie Bilder in Töne um. Punktgenau auskomponiert, konzentriert vorgetragen und charmant eingeleitet von Oliver Jaeger.” (Wolfsburger Nachrichten, 3.11.2006)

 

www.jan-oliver.nl

 

In Kooperation mit dem Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden.

25.09.2011 - 15:00
Hotel Thüringen Suhl

Provinzschrei-Literaturcafé

Provinzschrei-Literaturcafé 
Schreibwerkstatt „Zeilensprung“ mit „Café Genuss“

 

Autoren der Schreibwerkstatt „Zeilensprung“ laden die Besucher des 2. Provinzschrei-Literaturcafés zum Genießen in ein ganz besonderes Café ein. Selbstverständlich werden Sie dort Kaffee und Kuchen genießen können, aber im „Café Genuß“ wird weitaus mehr geboten, denn die Autoren Ulrike Blechschmidt (Zella-Mehlis), Ursula Schütt (Dietzhausen) und Harald Lindig (Mannebach) wollen auch die (Literatur)Sinne des Publikums verführen. Musikalische Unterstützung erhalten die Literaten dabei durch Heiko und Susen Forbrich an Akkordeon und Klarinette.

Beim literarischen Genießen wird die Reizung der Geschmacksknospen ebenso eine Rolle spielen wie die Reizung anderer Sinne - und nicht zu vergessen Ihr wacher Kopf. Mit welchem Organ sonst könnten literarische Leckerbissen aufgenommen werden? Ach ja, und beim Verdauen hilft der Bauch.

Sie haben hoffentlich einen strapazierfähigen Bauch, denn manchmal verkehrt sich am Ende des Textes die erhoffte Süße in Bitteres. Kommen Sie, genießen Sie, lächeln Sie!

25.09.2011 - 17:00
Hotel Thüringen Suhl

Provinzschrei-Literaturcafé, Lutz Rathenow liest

Provinzschrei-Literaturcafé,  Lutz Rathenow liest 
Provinzschrei-Literaturcafé in gemütlicher Runde
Lutz Rathenow liest aus „Der Liebe wegen“ – Ein Wende-Buch mit zwei Vereinigungsgeschichten

 

Von wegen Liebe? Es geht um Abhängigkeiten, Macht und Liebesohnmacht, wobei die Frauen jeweils die aktivere Rolle spielen. Ein bekannter Schriftsteller und ein profilierter Künstler präsentieren zwei Vereinigungsgeschichten über die Liebe, die erste älter, fast traditionell märchenhaft, die zweite ganz aktuell, berlinesk verrückt und so unwirklich wie die Realität unserer Gegenwart. Lutz Rathenow versteht es, gleichermaßen kühl distanziert und empathisch anteilnehmend zu erzählen, was der in zahlreichen Kinderbüchern und Karikaturen brillierende Frank Ruprecht angemessen schräg und doch supergerade komisch bebildert. Er unterstreicht diese Komik, indem er raffiniert Elemente des Comics verwendet, ohne in dessen gelegentlich vorhandene Stupidität zu verfallen. Dieses Werk ist kurz vor dem Jahr zwanzig der deutschen Neuvereinigung erschienen und hat sehr viel sowie auch rein gar nichts mit ihr zu tun. Die eine Geschichte entstand bereits vor der historischen Zäsur, die andere jetzt. So werden auch Vergangenheit und Gegenwart zusammengeführt. Die zwei Geschichten begegnen sich auf verrückte Weise und fließen mitten im Buch ineinander. Die Texte verschmelzen mit den Illustrationen zu einem Film, dessen Ablaufgeschwindigkeit die Leser beim Blättern selbst bestimmen. Die Urheber vereinigen ihr Weltsichten in Wort und Bild zu einem schillernden Gesamtkunstwerk. Ein freches und doch fast frommes Buch – jedenfalls eines für aufgeweckte Zeitgeister. (Quelle: www.buecher.de)

 

Lutz Rathenow, 1952 in Jena geboren, studierte 1973 in der Zeiss-Stadt Pädagogik, Deutsch und Geschichte und wurde Leiter des Arbeitskreises Literatur. 1977 wurde er im Zuge der Biermann-Affäre aus politischen Gründen exmatrikuliert. Seit 1978 ist er freiberuflich als Schriftsteller in Ostberlin tätig. 1980 verhaftete das DDR-Regime ihn wegen Veröffentlichungen im Westen, doch Proteste führten zu seiner Freilassung. Ein Ausreiseangebot lehnte er ab („Warum sollte ich denn weggehen? Es begann doch spannend zu werden in der DDR“) Er engagierte sich aktiv in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung. Nach dem Fall der Mauer trat Rathenow für eine umfassende und gründliche Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ein. Seit Mai 2011 ist er Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

25.09.2011 - 19:00
Hotel Thüringen Suhl

PROVINZSCHREI-Abschlussabend, Portugal-Gourmet- und Kulturabend

 
Der PROVINZSCHREI-Abschlussabend: Portugal-Gourmet- und Kulturabend mit dem Duo Fado Instrumental sowie lukullischen Spezialitäten und erlesenen Weinen aus Portugal

„grito da província“

Erstmals wird es in diesem Jahr einen großen Provinzschrei-Abschlussabend geben, der im Hotel Thüringen in Suhl seine Premiere erlebt. Thematisch verlassen wir dabei bewusst die Provinz und begeben uns auf eine sinnliche Fernreise auf die Iberische Halbinsel ins Land der Seefahrer, der weiten Ebenen und endlosen Strände, der verwinkelten Städtchen und verschlafenen, in weiß getünchten Fischerdörfchen, ins Land der Azulejos und des Portweins – nach Portugal. Unter dem Thema „grito da província“ sollen möglichst viele menschlichen Sinne angesprochen und stimuliert werden, weshalb wir neben dem Genuss für den Geist auch den Genuss für den Gaumen beanspruchen möchten. Kultur kommt in Form von traditioneller portugiesischer Fado-Musik vom niederländisch-deutschen „Duo Fado Instrumental“ – absolut international also – und wird vom Provinzkultur e.V. präsentiert. Das Team vom Hotel Thüringen kredenzt dazu ein originales portugiesisches Abendmenü. Alle Gäste können sich auf einen wunderbar ausgewogenen Provinzschrei-Abschluss freuen. Es wird um Voranmeldungen gebeten!

 

Das „Duo Fado Instrumental“ ist Jan Dijker (Niederlande) und Oliver Jaeger (Deutschland). Von „einem funkelnden musikalischen Edelstein“ sprechen die Weinheimer Nachrichten, wenn das Duo die schon zur Tradition gewordenen Stücke eines Armandinho Freire aus den 30er und eines Carlos Paredes aus den 60 Jahren überraschend zeitgemäß darbietet. Mit Klängen voller Schönheit, Witz und Poesie führen sie bis zu den heutigen Kompositionen von António Chainho oder José Manuel Neto und überzeugen dabei mit deren musikalischen Querverbindungen zur Folkore aus Venezuela und Brasilien. Das Duo bereichert seine Bearbeitungen von Fadoliedern mit Elementen aus dem Jazz zu „einer akustischen Traumreise in den Süden“ (Bayerische Rundschau).

Jan Dijker: portugiesische Gitarre und Gipsy-Jazz-Gitarre
Jan Dijker’s Interesse an der Gitarre galt anfangs dem Jazz und der Pop-Musik. Über den Gipsy-Jazz (Django Reinhardt) lernte er die Vielfalt weiterer Musikstile kennen, des Balkans, Brasiliens, Cubas, der Kap-Verden, und schließlich Portugals. Seither widmete er sich der portugiesischen Gitarre, die ihm eine neue klangliche Welt erschloss.

 

Oliver Jaeger: spanische Gitarre und Bandoneon

Spanische Musik und Rockmusik begeisterten Oliver Jaeger für die Gitarre. Anfangs spielte er klassische Gitarre, vertiefte sich dann in das Spiel der Flamenco-Gitarre und trat danach in verschiedenen Weltmusik-Formationen sowie in Crossover-Projekten mit Einflüssen aus Spanien, Lateinamerika, und Westafrika auf.

 

www.jan-oliver.nl

 

25.10.2011 - 18:00
Stadtbücherei Suhl

Auswertung des Literaturwettbewerbs

Auswertung des Literaturwettbewerbs 
Auswertung des Senioren-Schreibwettbewerbes und öffentliche Lesung der Gewinner

 

Seitdem es den Provinzschrei gibt, begleiten Schreib- und Literaturwettbewerbe das jährliche Programm des spätsommerlichen Kulturfestivals – und das soll auch so bleiben. Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, dass sich die Menschen – egal welcher Altersklasse sie angehören – mit dem Hilfsmittel des Schreibens äußern, Gehör verschaffen oder einfach nur das darlegen möchten, was sie erlebt haben. Ganz besonders stark scheint dieses Bedürfnis der schriftlichen Mitteilung mittels Lyrik oder Prosa bei der älteren Generation jenseits der 50 ausgeprägt zu sein. Zahlreichen eingeschickten Beiträgen beim diesjährigen Schreibwettbewerb unter dem Motto „Entfaltungsmöglichkeiten“ sind persönliche Zeilen beigefügt, die diese Einschätzung teilen:

„Ich gehöre zu Ihren Lesern, die sich über diesen Aufruf riesig freuen!“ (Lilo Hörschelmann, Eisenach)

„Ihr vorgegebenes Thema und überhaupt die Idee mit diesem Schreibwettbewerb finde ich hervorragend. Menschen wie „du und ich“ in der zweiten Hälfte des Lebens haben oft einen großen Erfahrungsschatz und Geschichten, die das Leben schrieb, gesammelt.“ (Christel Carl, Großfahner)

„Ich hoffe, dass Ihnen möglichst viele lesenswerte Beiträge zugehen und von der Schreiblust und Schilderungskraft wie auch der Fantasie der „Alten“ zeugen! “ (Eduard Schmatz, Erfurt)

„Wichtig ist doch, dass Alte und Junge auf Augenhöhe miteinander umgehen.“ (Elisabeth Schmack, Mühlhausen)

„…ich möchte manchem älteren Menschen Mut machen, dass man auch mit 88 Jahren mitten im Leben stehen kann.“ (Hertha Uth, Bad Langensalza)

Der in diesem Frühjahr ausgeschriebene Literaturwettbewerb für Literaturfreunde in der zweiten Lebenshälfte entwickelte sich bereits nach nur einem Monat Ausschreibungsdauer zu einem richtigen Renner. Mehr als 100 Einsendungen aus ganz Thüringen sind innerhalb eines Monats bei den Organisatoren vom Provinzkultur e.V. und vom Förderverein der Stadtbücherei Suhl eingegangen. Erstaunlich dabei die Vielfalt der Themen, mit denen sich die Einsender auseinandersetzen. Da sind Texte dabei, die rühren einen zu Tränen und man möchte die Autoren anrufen, um mit ihnen zu reden. Andere wiederum sind sehr vergnüglich und verleiten zum Schmunzeln. Das vielschichtige Konglomerat der literarischen Einsendungen reicht von Reflexionen über das eigene gelebte Leben, geschichtliche Exkurse inbegriffen, über ausgiebige, formvollendete Natur- und Landschaftsbeschreibungen bis hin zu ausgefallenen lyrischen Versuchen und Experimenten. Erstaunlich aber nicht nur die thematische Vielfalt sondern auch das relativ hohe Durchschnittsalter der Teilnehmer. Die älteste Teilnehmerin am Schreibwettbewerb ist immerhin 97 Jahre alt.

Sie können gespannt sein, welche Beiträge die Jury ausgewählt und prämiert hat. Wir laden Sie schon jetzt recht herzlich zur öffentlichen Lesung der Siegertexte ein. Die besten Arbeiten werden in einer Anthologie publiziert, die käuflich erworben werden kann. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet der Autodidakt Johannes Meltke aus Suhl an der Gitarre.

 

Die Veranstalter bedanken sich bei den Jury-Mitgliedern: Ursula Schütt (Autorin), Peter Lauterbach (Journalist), Holger Uske (Autor), Irmhild Roscher (Bibliotheksleiterin), Hendrik Neukirchner (Autor)

 

www.provinzschrei.de

 

 

29.10.2011 - 20:00
CCS Suhl

Nachlese mit Robert Stadlober

Nachlese mit Robert Stadlober 
Szenische Lesung „Voller Entsetzen, aber nicht verzweifelt“
Robert Stadlober liest und spielt aus Mihail Sebastians Tagebüchern 1935 - 1944

 

Robert Stadlober, Thomas Ebermann und Berthold Brunner haben eine szenische Lesung aus Mihail Sebastians Tagebüchern erstellt. Sebastian schildert eindrucksvoll die politischen Verhältnisse der 30er und 40er Jahre in Rumänien. Als Literaturkritiker, Autor und Übersetzer in der Künstlerszene von Bukarest erlebt er die Zuspitzungen der antisemitistischen Propaganda und den Terror der faschistischen „Eisernen Garde“. Einige seiner besten Freunde werden zu Anhängern des Faschismus...

 

„Dieses Buch lebt, es zeugt von einer Seele voller Menschlichkeit, aber auch von der wachsenden Brutalität des letzten Jahrhunderts, die sich vor Sebastians Augen entfaltete“.

(Arthur Miller)

 

„Dieses Tagebuch verdient es, neben das von Anne Frank gestellt zu werden und genauso viele Leser zu finden."

(Philip Roth)

 

Robert Stadlober, geboren am 3. August 1982 in Friesach/Kärnten, wächst in der Steiermark auf und zieht 1989 nach Berlin. Bereits im Alter von elf Jahren beginnt er, als Synchronsprecher zu arbeiten. Nach zahlreichen Nebenrollen in Fernseh- und Kinoproduktionen erregt er als „Wuschel“ in Leander Haußmanns Erfolgsfilm „Sonnenallee" (1998) deutschlandweite Aufmerksamkeit. Den endgültigen Durchbruch schafft er im Jahr 2000 mit seiner ersten Hauptrolle in „Crazy" nach Benjamin Leberts gleichnamigem Roman. Für die Rolle erhält er den Bayerischen Filmpreis 2001 sowie eine Nominierung zum Deutschen Filmpreis. Noch im selben Jahr wird er für seine Rolle als Punker in „Engel & Joe" beim Filmfestival Montreal mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Weitere bekannte Filme, in denen Stadlober tragende Rollen spielte, sind: „Verschwende deine Jugend", „Sommersturm", „Berlin am Meer", „Krabat", Peer Gynt“ oder „Der Mann, der über Autos sprang“. Neben zahlreichen TV- und Kino-Rollen ist Robert Stadlober immer wieder auch auf Theaterbühnen zu sehen. Außerdem betreibt er das Independent-Label Siluh Records und ist Mitglied in diversen Independent-Bands.

Im Vorfeld der Szenischen Lesung wird es ein öffentliches Interview mit Robert Stadlober und Thomas Ebermann geben. Im Anschluss daran wird in der Reihe „Hörspielnächte – Thüringen lauscht“ das Hörspiel „Die Ästhetik des Schreckens“ von Peter Weiss mit Robert Stadlober als Sprecher in Teilen aufgeführt.

 

16.00 Uhr: öffentliches Interview

17.00 Uhr: Hörspielaufführung

20.00 Uhr: Szenische Lesung


www.polittbuero.de/eb